Integration von CLOUD SEVEN in eine (bestehende) Anwendung

Der Zugriff auf die zentrale Konfiguration mit Hilfe von CLOUD SEVEN erfolgt alternativ über die Java-API oder die SOAP Services. Die Beispiele veranschaulichen schematisch die Kapselung der elementaren Ebenen innerhalb der Software, wie sie üblicherweise existieren (sollten). Je konsequenter die Trennung von Geschäftslogik und Konfigurationsverwaltung eingehalten wurde bzw. wird, desto einfacher gestaltet sich die Nutzung von CLOUD SEVEN.

Das trifft insbesondere auf die Anpassung bereits existierender Programme zu. Wurden sie ‘sauber’ implementiert, d.h. erfolgen innerhalb der Funktionen für die verschiedenen Geschäftsvorfälle keine Zugriffe auf die Konfiguration, können die bestehenden Methoden für die Anbindung, z.B. an eine lokale Konfigurationsdatei, mit wenig Aufwand auf CLOUD SEVEN umstellen. Alternativ könnten diese Methoden direkt auf die API oder die SOAP Services zugreifen, oder eine weitere neue Schicht kapselt diese Aufgabe. Alle anderen Teile der Software bleiben von der Umstellung unberührt. In Beispiel 2 ist zu sehen, dass dies auch für solche Anwendungen zutrifft, die nicht unter Java programmiert wurden und sich daher der SOAP Services von CLOUD SEVEN bedienen müssen.

Ich bitte um Nachsicht, dass dieser Artikel nicht die Benutzerverwaltung von CLOUD SEVEN berücksichtigt. Im Grundsatz lassen sich aber die hier gezeigten Anwendungsbeispiele auch auf den Einsatz der Benutzerverwaltung übertragen.

 

Beispiel 1: Nutzung der Java-API (Java)

Auch, wenn SOAP sich bereits vor Jahren etabliert hat, erschließt sich die Nutzung der API innerhalb einer neu zu programmierenden Java-Anwendung vermutlich eher. Die zentrale Konfiguration kann von Beginn an im Konzept berücksichtigt werden, die Softwarestruktur ist offen für die Einbindung von externen Bibliotheken.
Dementsprechend muss lediglich das jar-File in das eigene Projekt eingebunden werden um den Zugriff auf die Java-Methoden und infolgedessen auf die Konfiguration zu ermöglichen.

Wie die Grafik zeigt und weiter oben bereits angesprochen wurde, halten sich die Änderungen auch bei einer existierenden Java-Anwendung voraussichtlich in einem sehr überschaubaren Rahmen. Die lokale Konfiguration wird gestrichen, im Bestfalle greift die Geschäftslogkik unverändert auf die ursprünglichen Methoden (Konfiguration Alt) zu, die auf die CLOUD SEVEN API ‘umgebogen’ werden. Dabei empfiehlt sich nach den Regeln der Kunst die Einführung einer neuen ‘Abstraktionsschicht’ (Konfiguration Neu), um eine langfristige Unabhängigkeit von zukünftigen Veränderungen zu erreichen.

Bei Einsatz von Derby steht die skizzierte Datenbank ‘out of the box’ nach Einrichtung von CLOUD SEVEN zur Verfügung. Soll die Ablage der Konfiguration in einer MySQL, PostgreSQL oder Oracle Datenbank erfolgen, muss vor dem Setup von c7 der entsprechende DB-Treiber eingebunden werden.

 

Grafik Anwendungsbeispiel API

 Grafik 1: Nutzung der Java API

 

Beispiel 2: Nutzung der SOAP Services (Nicht Java)

Die SOAP Schnittstelle wurde insbesondere für Anwendungen konzipiert, die nicht unter Java entwickelt wurden.

Bei Vergleich der beiden Grafiken ist gut zu erkennen, dass die Ablösung respektive Integration einer zentralen Konfiguration auf Basis von CLOUD SEVEN, sowohl bei Verwendung der API als auch von SOAP, im Prinzip gleich behandelt werden kann.

Nicht zwangsläufig komplizierter oder aufwändiger, dennoch anders ist der Zugriff auf die SOAP Dienste von c7. Im Gegensatz zur Einbindung einer Bibliothek muss ein SOAP Client implementiert werden, der mittels Request- und Response-Nachrichten die Konfigurationsdaten mit CLOUD SEVEN austauscht. Auf diesen Client sollte eine weitere Ebene aufsetzen (Konfiguration Neu) um die Zugriffe auf die Konfiguration ‘transparent’ zu gestalten. Auch das ist letztendlich kein Unterschied zur Umsetzung mit Hilfe der API.

Da auf dem Bild nicht dargestellt, sei hier der Vollständigkeit halber erwähnt, dass der SOAP Server (also CLOUD SEVEN) selbstverständlich auf einem anderen Rechner, z.B. einem Konfigurationsserver, installiert sein kann. Das könnte insofern als kleiner Vorteil für SOAP gewertet werden, als dass die Installation von c7 nur einmalig  erfolgen muss.

 

Grafik Anwendungsbeispiel API

Grafik 2: Nutzung der SOAP Services